Benötigen Beratungsunternehmen ein betriebl. Gesundheitsmanagement?

Das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) berührt ganzheitlich die Entwicklung und Verbesserung von betrieblichen Strukturen und Prozessen eines Unternehmens. 
Dabei wird die Organisation auf präventiver Ebene fokussiert sowie die individuelle Gesundheitssituation der Mitarbeitenden im Unternehmen ins Blickfeld genommen.

Die Wichtigkeit eines BGMs zeigt sich gerade dann, wenn der unternehmerische Erfolg fast ausschließlich von der Leistungsfähigkeit der eingesetzten Mitarbeitenden abhängt. Dabei geht es jedoch nicht nur um die Sicherung der Performance der Belegschaft, vielmehr wird das BGM in solchen Branchen ein Asset um im „War for Talents“ bestehen zu können. Es ist also auch ein Instrument der Mitarbeiterakquise, -bindung und -zufriedenheit.

Die Beratungsbranche ist ein klassisches Beispiel für einen Markt, der ohne leistungsstarke BeraterInnen nicht bestehen kann. Im Rahmen einer eigenen Marktsondierung (n=131) gaben nur ca. 20% der Beratungsunternehmen an, dass sie aktiv Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements ergreifen und mehr als 45% planen dies im Geschäftsjahr 2022 zu forcieren. Die Hauptmotivation liegt hier unbestreitbar in der Folgenbewältigung der Coronakrise.

Key-Facts der Branche

Die Beratungsbranche befindet sich seit Jahren in einer Wachstumsphase. Auch die Coronakrise hatte keinen signifikanten Einfluss darauf. Je nach Statistik wird der Gesamtmarkt 2022 auf 32-35 Mrd. EUR Umsatz geschätzt. Dies wird erreicht mit ca. 130.000 BeraterInnen in ungefähr 25.000 Beratungsunternehmen. Ungewöhnlich hoch ist auch die Fluktuation in der Branche. In stabilen Branchen liegt in Deutschland die Mitarbeiterfluktuation im niedrigen einstelligen Prozentbereichen, in der Beratung ist sie jedoch konsequent zweistellig, also >10%.

Dadurch entstehen den Unternehmen enorme Rekrutierungsaufwände und Umsatzausfälle. Gleichzeitig führt ein kontinuierlich schärfer werdender „war for talents“ zum Anstieg der Gehälter.
Mit steigenden Gehältern muss pro BeraterIn mehr Umsatz generiert werden, damit die Deckungsbeiträge gehalten oder gar vergrößert werden können. Der Personalkostenblock ist traditionell die größte Position in der GuV einer Beratung. Bei kleinen bis mittleren Beratungshäusern liegt sie nicht selten bei 70-80% des Gesamtumsatzes.

Am Ende des Tages gibt es auf der Umsatzseite jedoch nur zwei wesentliche Stellschrauben: Mehr abrechenbare Stunden pro BeraterIn oder höhere Tagessätze. Letzteres wird durch den steigenden Wettbewerb und Kundendruck abgeschwächt, es bleibt also nur der Versuch die Auslastung zu erhöhen. Im Schnitt generiert ein gut ausgelasteter Berater ca. 225.000 EUR Umsatz pro Jahr. Bei einem Tagessatz von 1.250 EUR sind das genau 180 abrechenbare Tage. Typischerweise endet ein Beratertag jedoch nicht nach 8h, insbesondere wenn die Reisezeiten nicht anrechenbar sind – was immer öfter der Fall ist.

Es stellt sich also die Frage, ob der kaufmännische Druck auch Auswirkung auf den Krankenstand in der Branche hat. Interessanterweise findet man dazu kaum verlässliche Zahlen. Unsere eigene Marktsondierung zeigt aber, dass die Tendenz deutlich über den deutschlandweiten 10 Tagen pro ArbeitnehmerIn liegt.

Herausforderungen des BGMs in der Beratung

All die genannten Zahlen und Statistiken zeigen, dass ein gut funktionierendes BGM ein kaufmännisches Asset für die Geschäftsleitungen der Häuser sein kann. Wichtig ist, dass ein BGM Ansatz dabei die individuellen Herausforderungen und Gegebenheiten der BeraterInnen berücksichtigt:

Körperliche und geistige Bedürfnisse
Die BeraterInnen sind einer enormen körperlichen Stress- und Belastungssituation ausgesetzt. Ein BGM-Paket muss Methoden bereithalten, um die Resilienz zu stärken und eine kurzfristige Regeneration während intensiver Phasen zu ermöglichen.

Reisezeiten
Das BGM muss berücksichtigen, dass die MitarbeiterInnen keinen festen Standort und keinen fixen beruflichen Lebensmittelpunkt haben. Der Kunde bestimmt die Lokation. Das Training muss also zwingend einen hohen Online-Anteil aufweisen – anywhere und anytime.

Hotelsituation
Viele Hotels besitzen heute bereits gut ausgestattete Fitnessräume. Es kann aber keinesfalls davon ausgegangen werden, dass alle klassischen Trainingsgeräte immer verfügbar sind und eingesetzt werden können. Das Trainingskonzept muss daher den überschaubaren Platz eines Hotelzimmers genauso berücksichtigen wie die fehlende Möglichkeit von spezifischen Trainingsgeräten.

Ernährung
Ein wichtiger Baustein für Leistungsfähigkeit ist eine ausgewogene Ernährung. Wechselnde Örtlichkeiten und/oder Termindruck machen es notwendig, Vorbereitungen zu treffen und sich aktiv mit der täglichen Ernährung auseinanderzusetzen. Das BGM sollte Möglichkeiten aufzeigen und unterstützende Tools anbieten, um auch hier eine ausgewogene Ernährung sicherzustellen.

Work-Life-Balance
Eine konstant hohe Leistungsfähigkeit wird vor allem dadurch erreicht, dass in den richtigen Momenten schnell und effizient „abgeschaltet“ werden kann. Hierfür ist ein mentaler Werkzeugkoffer notwendig, der den BeraterInnen hilft auch nach einem langen Tag zur Ruhe zu kommen.

Lösungsansatz

Leypold Sport & Gesundheit bietet einen auf Beratungsunternehmen zugeschnittenen Lösungsansatz: Unser Consulting Package.

Das Consulting Package ist eine Kombination aus individuellen Trainingsvideos und Podcasts in den Pfaden Mobility, Fitness, Konzentration und Mindfulness.

Der Fokus liegt dabei auf der individuellen Zusammenstellung von Trainingsplänen pro BeraterIn, basierend auf den oben dargestellten vier Pfaden. Die Inhalte können dann weltweit, zu jeder Zeit und auf jedem mobilen Gerät abgerufen werden: Anywhere, Anytime, on Any Device.

Neben der kontinuierlichen Betreuung der MitarbeiterInnen, ist es uns auch wichtig auf der übergeordneten Instanz, die Unternehmens-KPIs im Blick zu behalten. Diese Scorecard macht den Erfolg des Consulting Package für die Unternehmensleitung transparent und messbar. Einen Überblick über das Paket finden Sie hier:

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